Mastermodule

Das Fachgebiet Raum- und Infrastrukturplannung bietet Lehrveranstaltungen für Master-Studierenden sowohl im Winter- als auch im Sommersemester an. Hier finden Sie auf einen Blick alle Master-Lehrveranstaltungen des Instituts.

Vorlesungen

Bei fachlichen Fragen zu den einzelnen Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an die Dozenten.

Bei administrativen Fragen können Sie sich auch gerne an Frau Batsche im Sekretariat wenden. Bitte die Sprechzeiten für Studierende beachten: Di. – Fr.: 10:00 – 15:00 Uhr.

Modulbezeichnung 13-K4-0019-vl Umweltplanung
Modulbeschreibung Der Umweltschutz in Deutschland hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt. Trotz der erfolgreichen Reduzierung von Luft- und Gewässerbelastungen zeigen der globale Klimawandel, die Verluste der Artenvielfalt, die Bodendegradierung sowie die Verknappung endlicher Ressourcen die Grenzen des traditionellen Umweltschutzes auf. In der Folge gewinnen seit den 1990er Jahren vermehrt integrierte Ansätze der Umweltpolitik und -planung an Bedeutung gegenüber traditionellen „end of pipe-Ansätzen“. Diesen Wandlungsprozess der Umweltplanung und -politik nachzuvollziehen und die Potenziale und Probleme aktueller Ansätze kritisch zu untersuchen, ist Ziel der Veranstaltung. Neben der Auseinandersetzung mit ordnungsrechtlichen, ökonomischen und planerischen Instrumenten im Umweltschutz und der Geschichte des deutschen Umwelt- und Naturschutzes, wird in der Veranstaltung auch in die Institutionen und Instrumente der Umweltfachplanungen eingeführt.
Semesterturnus Sommersemester
Veranstaltungsart Vorlesung + Übung
Veranstaltungssprache Deutsch
Ansprechpartner Dr. Stefan Scheiner
Audrey Bourgoin
Benjamin D. Kraff
Modulbezeichnung 13-K4-0017-vl Infrastrukturplanung
(13-B2-J007-se System of Infrastructure + 13-B2-J006-se Economic Assessment Methods)
Modulbeschreibung Die Lehrveranstaltung gibt einen Einblick in die historische Entwicklung und die übergreifenden Merkmale technischer Infrastruktursysteme (Energie, (Ab-)Wasser, Abfall, Verkehr, Telekommunikation) sowie deren Bedeutung für Architektur, Städtebau und Raumentwicklung. Im Unterschied zu anderen Fächerangeboten der Ingenieurwissenschaften stehen die sozialen Organisationsformen der Infrastrukturversorgung, also die Wirtschaftsstrukturen, die Nutzer von Infrastrukturdienstleistungen sowie die Besonderheiten der öffentlichen Regulierung im Mittelpunkt der Veranstaltung. An konkreten Fallstudien werden städtische und regionale Infrastrukturprobleme beleuchtet und planerische Handlungsmöglichkeiten erörtert. Hierbei wird gefragt:
  • Welche Bedeutung haben diese Techniksysteme für moderne Gesellschaften und die Entwicklung von Städten (z.B. im Umweltschutz und in der Daseinsvorsorge)?
  • Warum sind diese Systeme so schwerfällig und verändern sich meist allenfalls über lange Zeiträume?
  • Welche Veränderungen gehen mit aktuellen technischen Innovationen (z.B. im Bereich erneuerbarer Energien und der IuK-Technologien), mit der Einführung von Wettbewerb, mit der Privatisierung von Stadtwerken und mit neuen umweltpolitischen Rahmenbedingungen (z.B. der „Energiewende“) einher?
  • Welche Konflikte zeichnen sich beim Bau von Infrastrukturanlagen bzw. bei der Einführung technischer Neuerungen ab?
  • Welche Planungs- und Steuerungsansätze eignen sich für eine umwelt- und sozialverträgliche Modernisierung der Infrastrukturen?
Semesterturnus Sommersemester
Veranstaltungsart 2 Vorlesungen
Veranstaltungssprache Englisch
Ansprechpartner Prof. Hans Joachim Linke
Audrey Bourgoin
Benjamin D. Kraff

Seminare

Modulbezeichnung 13-K4-0011-se Raumentwicklung im nationalen und internationalen Kontext
Modulbeschreibung Jählich wächselt das Thema! Beispiel von einem vorherigen Jahr: Konkurrenz um Wasser

Der Druck auf die globalen Wasserressourcen nimmt stetig zu. Mit der wachsenden Weltbevölkerung steigt auch deren Wasserbedarf. Menschen, Ökosysteme und wasserintensive Industrien, wie die Energiewirtschaft und die Bekleidungsindustrie, konkurrieren um die weltweit ungleich verteilten Wasserreserven. Die Auswirkungen des Klimawandels, als größter Herausforderung des 21. Jh. verschärfen die Konflikte um die ohnehin knappe Ressource und stellen insbesondere aride und dicht besiedelte Weltregionen vor neue Herausforderungen.

Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich deshalb thematisch mit der globalen Wasserknappheit und den daraus resultierenden sozialen, ökologischen und ökonomischen Herausforderungen auf unterschiedlichen geographischen Ebenen. Im Rahmen des Seminars setzen sich die Studierenden anhand von anwendungsbasierten Fallbeispielen im nationalen und internationalen Kontext mit den aktuellen planerischen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Herausforderungen und Anpassungsstrategien zum Umgang mit der Ressource Wasser auseinander und stellen diese in Referaten vor. Darauf aufbauend werden die jeweiligen Themen im Seminar diskutiert. Die vorgestellten Referatsthemen werden anschließend von jedem Studierenden zu einer Seminararbeit ausgearbeitet.
Semesterturnus Sommersemester
Veranstaltungsart Seminar
Veranstaltungssprache Deutsch
Ansprechpartner Prof. Hans Joachim Linke
Raphael Bretscher
Modulbezeichnung 13-K4-0023-se Räumliche Entwicklung und Planungspraxis
Modulbeschreibung Die Lehrveranstaltung gibt einen tiefgehenden Einblick in die Probleme der Stadt- und Regionalentwicklung sowie die planerischen Lösungsmöglichkeiten in der Region Darmstadt/Südhessen. Im Mittelpunkt steht in diesem Semester die Planungspraxis im Aufgabenfeld „Klimaschutz“ und der Blick auf die Aktivitäten der „Regionalplanung“, der „Kommunen“ und von „Energieversorgungsunternehmen“ sowie auf Projekte von „Planungsbüros“.

Zunächst werden wissenschaftliche Literatur und weitergehende Quellen zu den theoretischen Grundlagen zum (planerischen) Aufgabenfeld „Klimaschutz“ analysiert und erörtert. Aufbauend darauf erfolgt der Besuch der entsprechenden Institutionen in der Region sowie die Diskussion mit Vertreterinnen bzw. Vertretern der Planungspraxis über die Herausforderungen, die planerischen Instrumente und deren Handlungsmöglichkeiten im Aufgabenfeld „Klimaschutz“. Die Ergebnisse und Erkenntnisse werden von den Studierenden präsentiert sowie in Seminararbeiten zusammengefasst.
Semesterturnus Wintersemester
Veranstaltungsart Seminar
Veranstaltungssprache Deutsch
Ansprechpartner Prof. Dr. habil. Jan Hilligardt

Projekte

Modulbezeichnung 13-B2-M036 Interdisziplinäres Entwicklungsprojekt für Infrastrukturlösungen
Modulbeschreibung In dem Seminar werden jährlich wechselnde Fragestellungen aus dem Themenbereich der Entwicklungszusammenarbeit anhand eines realen Bau- oder Planungsprojektes behandelt. Die Studierenden sollen innovative Lösungen in Bezugnahme auf technische Raum- oder Infrastruktursysteme erarbeiten und dazu die besonderen Bedingungen der Infrastrukturversorgung in Räumen des globalen Südens beachten. Innerhalb des Seminars werden die notwendigen fachliche Kenntnisse vermittelt und die Fragestellung in interdisziplinären Projektteams bearbeitet.
Semesterturnus Wintersemester
Veranstaltungsart Projekt
Veranstaltungssprache Deutsch
Ansprechpartner
Prof. Hans-Joachim Linke
Benjamin D. Kraff
Modulbezeichnung 13-B2-0023-pj Projekt Infrastruktur
Lerninhalt In dem Seminar „Project Infrastruktur“ erhalten die Studierenden Einblicke in die Arbeitsprozesse des Projektmanagements von infrastrukturellen Großbauprojekten. Zusammen mit einem Praxispartner werden ausgewählte Projekte in Gruppen hinsichtlich ihrer organisatorischen, planerischen, terminlichen und kostentechnischen Rahmenbedingungen analysiert und aufbereitet. Durch den Praxisbezug vermittelt das Seminar den Studierenden Wissen zu den Planungsprozessen, der Aufstellung von Termin- und Kostenplänen, den verschiedenen Leistungsphasen von Bauprojekten sowie den Ausschreibungsprozessen von Planungs- und Bauleistungen.
Qualifikationsziele / Lernergebnisse
  • Die Studierenden entwickeln ein Verständnis für die Komplexität von Infrastrukturprojekten, den Abhängigkeiten von Akteuren und Finanzmitteln sowie den Herausforderungen der Planungsprozesse.
  • Die Studierenden besitzen die Fähigkeit, Projekte in ihre Leistungsphasen einzuteilen und terminliche Abschätzungen vorzunehmen.
  • Die Studierenden sind in der Lage, die für Großbauprojekte relevanten Kosten zu identifizieren und Möglichkeiten der Finanzierung zu erarbeiten.
  • Die Studierenden besitzen die Fähigkeit, projektplanerische Probleme frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu entwickeln.
Prüfungsform Modulabschlussprüfung:
  • Modulprüfung (Fachprüfung, mündliche Prüfung, Dauer 20 Min.)
  • Modulprüfung (Studienleistung, Hausarbeit, Bestanden/Nicht bestanden)
Angebotsturnus Wintersemester
Voraussetzung für die Teilnahme Infrastructure Planning
Lehrform Seminar
Veranstaltungssprache Deutsch
Ansprechpartner Prof. Hans-Joachim Linke