New York, Chicago, Los Angeles

New York, Chicago, Los Angeles – Raumentwicklung und -planung in Metropolenregionen der USA

Di 15:20 – 17:00 Uhr, L501/206

Architektur Oberstufe Diplom: Wahlfach Städtebau (E), 4 CP

M.Sc.Bauingenieurwesen / M.Sc.Umwelting.Wissensch.: Raumentwicklung im internationalen Kontext, 6 CP (Hauptvertiefungsmodule / Forschungsfach Umwelt- und Raumplanung)

Dozentin: Barbara Schönig

Die bevölkerungsreichsten Metropolenregionen der USA, New York, Los Angeles und Chicago, erlebten in den letzten Jahrzehnten im Zuge von Deindustrialisierung und Globalisierung einen radikalen räumlichen Wandel: Zwar wurden die Zentren der Stadtregionen zu attraktiven Wohn-, Freizeit- und Dienstleistungsstandorten für die Mittelschichten ausgebaut. Die autoorientierte und ressourcenintensive Dezentralisierung der Stadtregionen aber setzte sich weiter ungehindert fort. Jenseits der aufgewerteten Zentren prägen städtischer Verfall und Armut auch weiterhin zahlreiche Quartiere der Kernstadt und mittlerweile auch ältere suburbane Gemeinden. Zugleich erfah-ren planerische Konzepte zur nachhaltigen Gestaltung der Stadtregionen zunehmend Unterstützung – nicht erst seit der Energie-, Wasser- und Immobilienkrise. Mit diesen Programmen soll nun das Wachstum der Metropolen-regionen ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig organisiert werden. Ob, inwieweit und auf welche Weise nachhaltige Regionalentwicklung innerhalb der politisch zersplitterten Stadtregionen tatsächlich umgesetzt wer-den kann, ist jedoch fraglich.

Trotz aller Gemeinsamkeiten in den Grundtendenzen erfolgt diese Transformation nach ortsspezifischen Logiken und mit ortsspezifischer Ausprägung – wie der Blick nach New York, Los Angeles und Chicago zeigt. Am Beispiel dieser drei Metropolenregionen werden im Seminar aktuelle Tendenzen und Konzepte der räumlichen und städ-tebaulichen Entwicklung in US-amerikanischen Metropolenregionen untersucht. Dabei werden Gemeinsamkeiten und Eigenlogiken räumlicher Entwicklung und ihrer Steuerung herausgearbeitet und ins Verhältnis zur Idee einer spezifisch US-amerikanischen Stadtentwicklung gesetzt.