Global suburbanism

Global suburbanisms: governance, land, and infrastructure in the 21st century

Finanzierung: Social Sciences and Humanities Research Council of Canada, 2010-2017

Städte und Metropolregionen sind die Knotenpunkte der heutigen global vernetzten Ökonomie. Zentrale Charakteristika der Stadtentwicklung im 21. Jahrhundert sind Suburbanisierungsprozesse, verstanden nicht nur als räumliche Expansion der Stadtgebiete, sondern auch als eine Verlagerung des Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum aus den Stadtzentren in die städtische Peripherie und als zunehmende Verbreitung suburbaner Lebensstile. Die sogenannten „Vorstädte“ unterliegen in vielen Fällen einem enormen Funktionswandel; sie übernehmen zahlreiche städtische Funktionen, die traditionell den klassischen Stadtzentren vorbehalten waren. Allerdings umfassen die weltweit zu beobachtenden Suburbanisierungsprozesse bei genauerer Betrachtung jedoch räumlich sehr heterogene Formen des peripheren Stadtwachstums: das Spektrum reicht von den wohlhabenden „gated communities“ in Südkalifornien, die durch Hochhäuser geprägten Vororte zahlreicher kanadischer und europäischer Städte, die rasant wachsenden Außenbezirke chinesischer und indischer Städte bis hin zu den Slums und informellen Siedlungen mancher afrikanischer und südamerikanischer Städte.

Suburbanisierungsprozesse in ihren vielfältigen Erscheinungsformen und übergreifenden Gemeinsamkeiten in den jeweiligen Raumkontexten zu untersuchen, hat sich eine am City Institute of York University, Toronto koordinierte „Major Collaborative Research Initiative“ zum Ziel gesetzt. Dieser globale Forschungsverbund, an dem 15 wissenschaftliche Verbundpartner sowie zahlreiche Kooperations- und Praxispartner aus Nordamerika, Europa, Asien und Afrika beteiligt sind, wird aus Mitteln der kanadischen Exzellenzförderung über einen Zeitraum von sieben Jahren finanziert. Über konzeptionelle Arbeiten zur Governance und Planung von Suburbanisierungsprozessen in unterschiedlichen räumlichen Kontexten, liegen die empirischen Ankerpunkte verschiedener Forschungsprojekte in den Bereichen Flächennutzung (u.a. durch Wohnungsbau, Real Estate, Grüngürtel, Megaprojekte). Hierbei dienen die Untersuchungen zu kanadischen Vorstädten als Grundlage und Vergleichsmaßstab, um das Verständnis von Suburbanisierungsprozessen in Nord- und Südamerika, Europa, Afrika and Asien zu erweitern. Das Fachgebiet Raum- und Infrastrukturplanung ist als wissenschaftlicher Verbundpartner in gemeinsame Forschungsprojekte zur Grundlagenforschung zu suburbanen Infrastrukturen, in eine empirische Fallstudie zum Thema „regionale Governance und Suburbanisierung“ in der Rhein-Main-Region beteiligt und untersucht im Rahmen von empirischen Fallstudien den Zusammenhang zwischen Infrastrukturentwicklung und Suburbanisierungsprozessen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf folgenderSeite