Umweltrisiken und Planung

Neue Aufgaben der Raum- und Infrastrukturplanung angesichts neuartiger Umweltrisiken

Moderne Gesellschaften sind mit neuartigen Umwelt- und Technikrisiken konfrontiert, bei denen ein hohes Maß an wissenschaftlicher Unsicherheit besteht, und deren Lösungsstrategien höchst umstritten sind. Ein Beispiel hierfür ist der globale Klimawandel, der zahlreiche Raumnutzungen und zentrale Infrastrukturen betrifft, wie die Hochwasser, Stürme und Hitzeperioden der letzten zehn Jahre bereits andeuten. Angesichts dieser Umweltrisiken stehen die Raum- und Infrastrukturplanung einerseits vor der Herausforderung, Umweltbeeinträchtigungen zu mindern, indem sie einen aktiven Beitrag zur Förderung von klimaverträglichen Energie-, Verkehrs- und Siedlungsstrukturen oder zu einer ökologischen Hochwasservorsorge leisten. Zunehmend sind die Raum- und Infrastrukturplanung jedoch auch gefordert, Raumnutzungen und technische Infrastrukturen auf die nicht mehr abwendbaren Klimaveränderungen einzustellen, also Vorsorge durch langfristige Anpassung zu gewährleisten. Allerdings existiert kaum empirisch gesichertes Prognose- und Erfahrungswissen zu den regional- oder lokalspezifischen Auswirkungen des Klimawandels. Zugleich sind Notwendigkeit und Ausgestaltung von Präventions- und Anpassungsstrategien höchst umstritten. Die Frage ist, wie die Infrastrukturplanung und die Raumplanung ihre Vorsorgefunktion trotzdem ausüben können und wie die Vielzahl der beteiligten Fachplanungen auch über Ressort- und Territorialgrenzen hinweg koordiniert und strategisch auf gemeinsame Ziele ausgerichtet werden können.

Der Schwerpunkt der Fachgebietsarbeit liegt auf folgenden Untersuchungsfeldern:

  • Aufgaben und Handlungsmöglichkeiten städtischer und regionaler Klimaschutzpolitik
  • Regionale Anpassungsstrategien an den Klimawandel
  • Regionale Hochwasservorsorge und flussgebietsbezogenes Risikomanagement

Laufende Projekte: