Fachgebiet Landmanagement unterstützt das Doktorandenprogramm von WASCAL in Minna, Nigeria

09.04.2026

Das Fachgebiet Landmanagement unterstützt das Doktorandenprogramm des West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use (WASCAL) an der Federal University of Technology in Minna, Nigeria. WASCAL ist ein groß angelegtes, forschungsorientiertes Klimadienstleistungszentrum, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) maßgeblich gefördert wird, mit dem Ziel, die Zusammenarbeit mit ausländischen Hochschulen zu intensivieren. Während eines zweiwöchigen Lehr- und Forschungsaufenthalts vom 23. März bis zum 3. April trägt die Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt dazu bei, die Ausbildung in den Bereichen Geoinformation, räumliche Analyse und datengestützte Ansätze für klimabezogene Forschung und Fragen der Landnutzung zu stärken.

Im Rahmen des Lehr- und Forschungsaufenthalts wurden vor allem zwei Lehrveranstaltungen durchgeführt. In „Advanced Geographic Information Systems“ führt Christian Hickel Doktoranden in die konzeptionellen und praktischen Grundlagen von GIS ein. Der Kurs verbindet Schlüsselthemen wie georäumliche Modellierung, Raster- und Vektordaten, räumliche Referenzsysteme und Datenerfassung mit angewandten Übungen zu GIS-Software, räumlichen Abfragen, Routing, WebGIS und Open Data. Diese Struktur ermöglicht es den Teilnehmenden, die Kerntheorie von GIS mit praktischen Aufgaben und digitalen Werkzeugen zu verknüpfen, die für Forschungsanwendungen unmittelbar relevant sind.

Im Kurs „Siedlungsdynamik und -modellierung (Räumliche Datenwissenschaft und R-Programmierung)“ konzentriert sich Dr.-Ing. Felipe Francisco De Souza auf die Analyse von Siedlungsprozessen mittels Statistik, räumlicher Methoden und Programmierung mit R. Der Kurs verbindet Themen wie räumliche Autokorrelation und räumliche Regression mit praktischen Übungen, die auf realen Fallbeispielen basieren, darunter die Analyse landwirtschaftlicher Daten, die Auswirkungen der Verkehrsanbindung auf Immobilienpreise sowie die satellitengestützte Bewertung von Vegetation, Feuchtigkeitsbedingungen und Brandschwere. Auf diese Weise verbindet der Kurs methodisches Training mit konkreten räumlichen und ökologischen Anwendungen.

Zusammen sind diese beiden Kurse nicht nur darauf ausgelegt, technisches Wissen zu vermitteln, sondern auch die analytischen Fähigkeiten von Doktoranden zu stärken, die sich mit Klimawandel und menschlichen Lebensräumen in Westafrika befassen.